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Ausstellung: stalingrad reflexe Drucken

„Das ist alles echt, alles live ... Geschichte sollte lebendig sein“ fordert Sofija, die mit anderen jungen Leuten in sog. Rekonstruktionen „Szenen“ der Stalingrader Schlacht nachstellt. Das Anliegen hinter ihrer Forderung: neue, zeitgemäße Formen des Erinnerns aus der Perspektive junger Menschen müssen im heutigen Erinnerungsdiskurs ernstgenommen werden.

In unserem aktuellen deutschrussischen Projektvorhaben holen wir diese und ähnliche Reflexe junger Menschen auf die Erinnerung an die Schlacht von Stalingrad ins Museum. Wir planen eine Wanderausstellung, in der durch Interviews die Motive und Meinungen der jungen Akteure sichtbar werden.

Denn Sofijas Anliegen teilen auch andere junge Russen und Deutsche, die sich in Reenactments, Protestaktionen, Ausgrabungen, in Computerspielen, Internetforen, im Theaterspiel und ähnlichem mehr mit „Stalingrad“ auseinandersetzen. All dies sind Reflexe auf bestehende Geschichtsbilder wie sie in Schulen, Museen, zu Gedenktagen oder etwa in der Populärkultur vermittelt werden. Mit kreativen Mitteln emanzipieren die jungen Leute sich also von der ihnen zugedachten Konsumentenrolle, wollen mitmachen im Erinnerungsbetrieb und teilen uns dabei ihr ganz eigenen erinnerungspolitischen Strategien mit.

Exponate und Hintergrundinformationen werden die Reflexe in der Ausstellung anschaulich machen. Auf diese Weise wird aus den produktiven Reflexionen gewissermaßen user generated content: Denn die eigentlichen Adressaten der Museen kreieren nun deren Inhalte. Und auch die Besucher/innen werden in dieses Prinzip einbezogen: sie sind eingeladen, ihre Kenntnisse und Meinungen in der Ausstellung mitzuteilen. So wird der Ausstellungsraum zu einem Ort der Interaktion und Diskussion. 2013 - 70 Jahre nach dem Ende der Schlacht - soll die Ausstellung in Wolgograd eröffnet werden.


Ausstellungsskizze

 
Projektzeitung ƒ (glaube) = x Drucken

 
EINLADUNG ZUR PREMIERE im deutschrussischen Schulaustausch "Zeig mir, woran du glaubst!" Drucken

Ankündigung der Aufführung mit dem Titel Zeig mir voran du glaubst

Mehr Informationen zur Aufführung stehen im Programmheft auf der Projekthomepage

 
2. deutsch-russischer Schulaustausch - Erste Resultate Drucken

 
2. deutsch-russischer Schulaustausch coming soon!!! Drucken

In den kommenden Tagen startet der Ost-West Trikster e.V. in Kooperation mit der Wolgograder Kinder- und Jugendrechtsorganisation Klub Unesco seinen zweiten Schulaustausch "Zeig mir, woran du glaubst!" Diesmal sind 15 Schüler/innen aus Hamburg, Kazan und Wolgograd beteiligt.

Zum wiederholten Mal unterstützt die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" mit ihrem Programm "Europeans for peace" und der Deutsch-Russische Jugendaustausch den Schüler/innenaustausch. Unser diesjähriges Thema ist der Menschenrechts­artikel 18 "Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religions­freiheit.“ Die Schüler/innen recherchieren was ihnen selbst und anderen aus ihrem Lebensumfeld heute wichtig ist, wenn es um Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit geht: Wie erleben sie das Nebeneinander unterschiedlicher Konfessionen? Fühlen sie sich frei, an das zu glauben, woran sie glauben wollen? Woran glauben sie? Sehen sie Grenzen freier Meinungsäußerung? Aus dem zusammengetragenen Material entwickeln die Schüler/innen Schlaglichter und Schwerpunkte, denen sie sich im darstellenden Spiel annähern und in Szene setzen ... Man darf gespannt sein! Uraufführung: voraussichtlich Sommer 2011 in Hamburg!

Demnächst mehr!

 
Ausstellungskonzeption Drucken


stalingrad/сталинград reflexe

Erinnerungspolitische Strategien junger Menschen in Russland und Deutschland

Das Konzept für eine Ausstellung ist das Ergebnis des Projekts „Geschichtswerkstatt II“. Es geht um die vielfältigen Formen und Möglichkeiten, wie sich junge Menschen mit der Erinnerung an die Schlacht von Stalingrad auseinandersetzen. In Reenactments, Theaterspiel, Protestaktionen, Computerspielen u.ä. werden etablierte Erinnerungsmuster um neue Perspektiven ergänzt oder sogar infrage gestellt.

Der Ausgangspunkt sind Interviews, die im Projektverlauf mit den Beteiligten geführt wurden. Ihre individuellen Aussagen, ihre Motive und Strategien im Umgang mit "Vergangenheit" bilden den Gegenstand der geplanten Ausstellung. Die Konzeption skizziert den Aufbau einer Ausstellung, die einen Ausschnitt gesellschaftlicher Meinungsbildung vermittelt.


Die Konzeption steht als PDF-Download (deutsch/russisch) zur Verfügung.

Wir sind an einem Meinungsaustausch interessiert und freuen uns über Rückmeldung (Kontakt).

 
Bilderbuch

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Fundstücke zum 9. Mai Drucken

Neuester Erinnerungsexportschlager aus Wolgograd, frisch importiert nach Hamburg. Für all jene, die auch in Deutschland auf den Sieg über den Faschismus anstoßen möchten. Erworben im Zentralen Kaufhaus der Stadt, dem neuerdings offiziell in Frage gestellten Originalschauplatz der Inhaftierung des Chefs der 6. Armee der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Friedrich Paulus. Siehe auch: http://www.inter-volgograd.ru/node/795

 
Ein 8. und ein 9. Mai Drucken

In diesem Jahr wiederholte sich der Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs nun zum 65. Mal. In Russland kann sich eigentlich niemand den Feierlichkeiten am "Tag des Sieges" (Den' pobedy) entziehen. Interessierte in Deutschland müssen sich hingegen schon gezielt auf die Suche machen, um Näheres über den "Tag der Befreiung" heraus zu finden. Auch 65 Jahre nach Kriegsende scheint die Gedenkkultur in Deutschland und Russland noch so verschieden zu sein.

Über die Ereignisse entwickelte sich innerhalb unserer Projektgruppe aus Wolgograd, Hamburg und Bremen ein spontaner Austausch, der nachzulesen ist in unserem Blog

 
Homepage in neuem Gewand Drucken

Ab sofort präsentiert sich der Ost-West Trikster e.V. in neuem und übersichtlicherem Design. Wir hoffen, dass es unseren Besuchern gefällt und zum Verweilen auf unseren Seiten einlädt.

Neben der fortschreitenden Übersetzung der Inhalte ins Russische sind zudem einige neue Inhalte dazugekommen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

 
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