Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten

Die Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten laufen natürlich auf Höchsttouren. Mindestens dreimal wurde die Militärparade auf dem „Platz der gefallenen Kämpfer“ geprobt. Aufgefahren wird auch moderne Militärtechnik – Panzer, Schützenpanzer. Bemerkbar sind auch einige antiterroristische Maßnahmen: Soldaten der Russischen Armee und Verkehrspolizisten bewachen Fahrzeuge mit der Aufschrift „Minenräumung“. Am Freitag explodierte auf dem Bahnhof in Dagestan [eine im Nordkaukasus gelegene, seit 1991 zur Russischen Föderation gehörige Republik, Anm. die Übersetzerin] eine Bombe. Im Fernsehen werden Kriegsfilme gezeigt. Manchmal rutscht das „Kaukasus-Thema“ durch. Zum Beispiel zeigte der Kanal „Russland 1“ eine Reportage über einen Panzerfahrer, der am 8. Mai 2008 durch die Splitter eines georgischen Panzers in Zchinwali umkam [Hauptstadt der nur von Russland, Nicaragua, Venezuela und Nauru anerkannten Republik Südossetien, Anm. die Übersetzerin]; später wurde eine Reportage über irgendeine Ausstellung gezeigt, anscheinend auf der Poklonnaja Gora [es handelt sich um den im Westen Moskaus liegenden "Siegespark", einem Erinnerungskomplex zu Ehren der russischen Toten des Zweiten Weltkriegs], mit Fotos von Veteranen tschetschenischer Herkunft. Den Sohn des in Zchinwali gefallenen Soldaten habe ich früher mal auf dem Mamaew Kurgan gesehen, er war damals von Aktivisten der Organisation „Nowye ljudi“ [eine kreml- und Putinnahe Jugendorganisation, Anm. die Übersetzerin] eingeladen worden. (...) Die Veteranen können einem schon Leid tun, im Fernsehen laufen Reportagen darüber, wie sie mit irgendwelchen Beamten wegen ihrer schlechten Wohnbedingungen kämpfen. Einer sagte: „Wäre besser gewesen, sie hätten mich 1942 getötet, als jetzt so zu leben [mit den Beamten kämpfend und nicht vorhandene Betriebsleistungen bezahlend. Anm. der Autor.]".

In einer landwirtschaftlichen Akademie habe zufällig einer Mini-Militärparade beigewohnt, die von der Hochschule für ihre Frontsoldaten organisiert wurde, als o für die früheren Lehrer der Hochschule. Dass eine solche Parade von einer Hochschule organisiert wird, habe ich das erste Mal gesehen und dazu noch auf einem so hohen Niveau. Ich wird mal sehen, ob ich das Video, das ich darüber aufgenommen habe hier unter bringen kann.

Mit Lena war ich auf der Ausstellungseröffnung im Museum für Moderne Kunst. Interessant fanden wir die Komposition „Steine des Vergessens“. Hat was von unserem Konzept. Ich hänge mal ein Foto an.

Steine des Vergessens