History Lab Box

Zwei Kisten – eine Wanderausstellung

Seit Dezember 2012 läuft die Interviewrecherche für die Wanderausstellung zu den "Stalingrad-Reflexen" junger Russen und Deutscher. Es geht um acht Menschen aus Wolgograd und einigen deutschen Städten. Sie alle beschäftigen sich aus eigenem Antrieb mit dem "Erinnerungsort Stalingrad" und reagieren dabei auf die sie jeweils umgebende Erinnerungskultur: jemand näht originalgetreue Armeekleidung nach und rekonstruiert mögliche Kriegsszenen von damals, eine andere setzt "Stalingrad" als provokative Chiffre gegen Neonazis ein, jemand gräbt nach Überresten in der Schlacht gefallener Soldaten, eine andere schreibt Gedichtzyklen über das Gedenken an Stalingrad, um nur einige der vielgestaltigen Beschäftigungsweisen zu nennen. Wir bitten die Personen, auf einer der Kisten Platz zu nehmen und uns von ihrer Stalingradbeschäftigung zu erzählen: warum tun sie das, was sie tun? Sie erzählen von ihren Beweggründen, ihrer Unruhe, ihren Fragen und Antworten. Die Interviews und einiges mehr soll später in die History Lab Box verpackt werden. Die geht dann auf Reisen – und hoffentlich durch viele Köpfe, die ihrerseits weitere Fragen aufwerfen, Antworten und möglicherweise Erinnerungsstücke hinzufügen.