Ausstellung HistoryLab

Projektvorhaben 2012/13: Herstellung einer Wanderausstellung - HistoryLab_Историческая лаборатория: Сталинград_reflexe_Stalingrad

Auf der Grundlage einer bestehenden Konzeption und ersten Materialsammlung wird die Multiperspektivität der gegenwärtigen Stalingrad-Erinnerung aus der Sicht junger Menschen in einer Ausstellung vermittelt. In Interviews und mit Exponaten sowie Hintergrundinformationen werden die Reflexe junger Russen und Deutsche auf die Erinnerungskultur anschaulich präsentiert. Das Projekt ist als HistoryLab, als Laboratorium im Museum, konzipiert, in dem die Besucher/innen zu Reaktionen, Ergänzungen und Diskussionen ermutigt werden. Nach einer erweiterten Materialrecherche noch in 2012 werden die Ergebnisse für die Präsentation aufbereitet. 2013 soll die Ausstellung hergestellt und in Wolgograd eröffnet werden. Es ist geplant sie auch in Berlin und weiteren deutschen Städten zu zeigen.

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Deutsch-russischer Schulaustausch II

In den kommenden Tagen startet der Ost-West Trikster e.V. in Kooperation mit der Wolgograder Kinder- und Jugendrechtsorganisation Klub Unesco seinen zweiten Schulaustausch "Zeig mir, woran du glaubst!" Diesmal sind 15 Schüler/innen aus Hamburg, Kazan und Wolgograd beteiligt.

Zum wiederholten Mal unterstützt die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" mit ihrem Programm EUROPEANS FOR PEACE und der Deutsch-Russische Jugendaustausch den Schüler/innenaustausch. Unser diesjähriges Thema ist der Menschenrechts­artikel 18 "Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religions­freiheit.“ Die Schüler/innen recherchieren was ihnen selbst und anderen aus ihrem Lebensumfeld heute wichtig ist, wenn es um Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit geht: Wie erleben sie das Nebeneinander unterschiedlicher Konfessionen? Fühlen sie sich frei, an das zu glauben, woran sie glauben wollen? Woran glauben sie? Sehen sie Grenzen freier Meinungsäußerung? Aus dem zusammengetragenen Material entwickeln die Schüler/innen Schlaglichter und Schwerpunkte, denen sie sich im darstellenden Spiel annähern und in Szene setzen ... Man darf gespannt sein! Uraufführung: voraussichtlich Sommer 2011 in Hamburg!

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Deutsch-russische Geschichtswerkstatt II

«Mythos, Helden, Untergang – Und was denken die Jungen über Stalingrad?» Der zweite Zyklus zum Erinnerungsort Stalingrad (Projektlaufzeit: Januar 2009 - Dezember 2010).

Wir wenden uns vom offiziellen Erinnerungsbetrieb ab und widmen uns den Entdeckungen, die wir während des ersten Stalingrad-Zyklus machen konnten. Die Open-Space Veranstaltung in Wolgograd im März 2008, auf der wir die Ergebnisse aus dem ersten Zyklus präsentierten, machte deutlich: Einerseits interessieren sich zwar junge Menschen für die Schlacht von Stalingrad; andererseits suchen sie nach neuen Methoden der Erinnerung und des Umgangs mit der Erinnerung, weil die alten Inhalte und Methoden die Geschichte erstarren lassen.

12 Monate lang werden wir Reflexe von jungen Erwachsenen im Alter von 18-30 Jahren auf die offizielle Erinnerungskultur zu Stalingrad in Russland und Deutschland in Form von Liedtexten (Musik), Graffiti, Inszenierungen zu Feiern des Endes der Schlacht von Stalingrad, selbst erstellten Filmaufnahmen oder Ausgrabungen von Kriegsgegenständen, Chats im Internet oder Computerspielen untersuchen. Weitere Formen sind denkbar.

Durch Interviews mit Vertretern und Vertreterinnen der von uns identifizierten Gruppen versuchen wir, Antworten drauf zu finden, was, wo, wie und weshalb erinnert wird. Wir möchten wissen, wie sich heute junge Russen und Deutsche die Geschichte der Schlacht von Stalingrad aneignen. Wie positionieren sie sich durch diese Aneignung gegenüber dem traditionellen Umgang mit dem Erinnerungsort Stalingrad einerseits und dem Ereignis andererseits?

Die Resultate dieser Recherche wurden von uns für ein Ausstellungskonzept überarbeitet.

Das Projekt wurde wie das Vorgängerprojekt von der Stiftung «Erinnerung, Verantwortung und Zukunft» und der Robert-Bosch Stiftung im Rahmen des Programms «Geschichtswerkstatt Europa» unterstützt.

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Deutsch-russischer Schulaustausch

«Was geht ab in deiner Welt? – Schülerinnen und Schüler aus Hamburg und Wolgograd über multikulturelle Vielfalt, Konflikte und Respekt». Das Projekt ist im April 2008 angelaufen.

Unsere Kooperationspartner

  • Ganztagesschule St. Pauli (Hamburg)
  • Nichtregierungsorganisation «Klub Unesco – die Würde des Kindes» (Wolgograd)
  • Schule Nr. 3 (Wolgograd)

Die 20 Schülerinnen und Schüler mit und ohne so genanntem Migrationshintergrund aus Hamburg und Wolgograd befassen sich mit der Frage, wie sie ihren Schulalltag in den multikulturellen Gesellschaften Deutschlands und Russlands erleben und wie sie mit Konflikten umgehen, die vermeintlich oder tatsächlich mit ihrer unterschiedlichen Herkunft zu tun haben.

Während der ersten Begegnung in Hamburg im Juli 2008 beantworteten sich die Jugendlichen gegenseitig die Frage „Woher kommst du?“ und ergründeten die Einflüsse, die ihre unterschiedliche Herkunft auf ihr aktuelles Leben und ihre Umgebung hat. In der Folge dieser Erzählungen und Überlegungen erstellen die Jugendlichen im Laufe des Projekts Lebensgeschichten, die als Buch gesammelt und veröffentlicht werden.

Das Projekt wurde von der Stadt Hamburg mit dem Hamburger Schulpreis 2008 ausgezeichnet.

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Deutsch-russische Geschichtswerkstatt I

„Stalingrad in europäischer Erinnerungsperspektive: Deutsche und russische Studierende erforschen Unterschiede und Überschneidungen im deutschen und russischen Gedenken an Stalingrad“ (Sept. 2006 - Mai 2008).

Die 14 russischen und deutschen Teilnehmer/innen unserer Geschichtswerkstatt konzentrierten sich auf zwei Ausstellungen über die Schlacht von Stalingrad in Wolgograd: die ständige Ausstellung im Staatlichen Panorama-Museum Wolgograd und eine Ausstellung in einem kleinen Museum des Zentralen Kaufhauses der Stadt. Die Ausstellungen wurden auf Konzepte, Botschaften und Funktionen sowie Auslassungen untersucht und kritisch befragt. Es fanden zwei Begegnungen in Wolgograd und eine in Berlin bzw. Dreileben bei Magdeburg statt.

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