Deutsch-russische Geschichtswerkstatt

Projektidee und -hintergrund

„Stalingrad, Stalingrad – Deutschland Katastrophenstaat“ dichtete einst die Hamburger Punkband „Abwärts“. Das rechtsradikale Album „Freibeuter Stalingrad“ nutzt die Ikone Stalingrad für ihre neofaschistischen Geschichtsfälschungen. Der Sänger der Kölner Band „Bap“ erfasst die Schwere des Erinnerns an Stalingrad in der Textzeile „Nur vun Stalingrad, verzällt er nie. ‚Wo litt dann Stalingrad, en welchem Land ess dat?’ Stalingrad pack ’e nie, irjendwie“.

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TeilnehmerInnen

So verschieden die Motivation für die Mitarbeit an der deutsch-russischen Geschichtswerkstatt ist, so unterschiedlich sind auch die biographischen Hintergründe der einzelnen Mitglieder...

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Was ist eine Geschichtswerkstatt? Wie wird gearbeitet?

Die Zusammenarbeit von Studenten und Doktoranden aus Wolgograd, Hamburg und Bremen, die den aktuellen Stand der Erinnerung an die Schlacht von Stalingrad analysieren wollten, hat sich als interessant und (wie alles Neue) kompliziert erwiesen.

Erstaunlicherweise rief schon die Bezeichnung „Geschichtswerkstatt“ eine große Anzahl kritischer, ja sogar ironischer Bemerkungen hervor. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass das Wort „Werkstatt“ etwas mit den Händen Gemachtes, überhaupt eine bestimmte „Gemachtheit“ und die Orientierung an einem Muster, das im Voraus bekannt ist, assoziieren lässt. Aber so war es nicht. Die deutschen und russischen Projektteilnehmer interpretierten diese Arbeitsform als schöpferische, freie, kreative Tätigkeit, als spezifische Atmosphäre in den Werkstätten der großen Künstler und Denker der Vergangenheit.

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Pressestimmen

Das Projekt und die Arbeit der Geschichtswerkstatt wird in dem Artikel "Den Mythos brechen" von Petra Schellen, veröffentlicht in der taz vom 02. Februar 2008, vorgestellt.