Deutsch-russische Geschichtswerkstatt

Film

Rebekka Blume hat im Rahmen des Projekts ihren dokumentarischen Film "stalingrad_reloaded" fertig gestellt. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe junger Wolgograder, die versuchen, Ereignisse der Stalingrader Schlacht zu rekonstruieren. Diese Kriegsinszenierungen werden von den Teilnehmenden gefilmt und u.a. zu Jahrestagen auch öffentlich aufgeführt. Aus Sicht der Initiatoren soll 'Geschichte' so erfahrbar gemacht und nachempfunden werden. Thematisiert werden in Rebekka Blumes Film Bedingungen der Erinnerungskultur im heutigen Wolgograd und Reaktionen darauf. Dabei verschafft der Film zugleich Einblicke in die Arbeit unserer Geschichtswerkstatt.

Weiterlesen...

Dokumentation

Die Dokumentation unseres Projekts ist als eine Sammlung von Texten angelegt, die während des Projektverlaufs entstanden sind. Sie zeigt, auf welche Weise wir uns dem Thema Erinnerung und Gedenken an die Stalingrader Schlacht angenähert haben, wie wir Eindrücke, Erlebnisse und Ergebnisse festgehalten haben. Die einzelnen Texte dienten uns zudem, einen persönlichen Austausch über unsere Ansichten und Meinungen zu führen - somit wurde die Dokumentation zu einem zentralen Kommunikationsinstrument innerhalb der Geschichtswerkstatt.

Weiterlesen...

Open Space „Stalingrad als Gedächtnisort in Russland und Deutschland“

(Wolgo­grad, 15. und 16. März 2008) 
 
Zum Abschluss der letzten Projektphase sollten die Ergebnisse in einem Forum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die ursprüngliche Umsetzungsidee wurde dabei dahingehend modifiziert, dass das Forum als open space-Veranstaltung durchgeführt wurde.
 

Weiterlesen...

Ausstellungsanalysen

Die museale Darstellung der Stalingrader Schlacht bildet den zentralen Gegenstand unserer Auseinandersetzung mit dem Thema der deutschen und russischen Erinnerungskultur(en). Anhand ausgewählter Museumsausstellungen in beiden Ländern nähern wir uns den Formen und Praktiken der Erinnerung und des Gedenkens an die Kriegsereignisse. Wir untersuchten die Konzepte, Funktionen und Botschaften dieser Form der Geschichtspräsentation. Mit den Ausstellungsanalysen wurden schließlich übergeordnet Fragen nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Erinnern an den Krieg in beiden Ländern und den Generationen aufgeworfen, bearbeitet.

Weiterlesen...

Fazit

Aus den individuellen, persönlichen Begegnungen und der Idee, die „Erinnerung an Stalingrad“ näher zu befragen (Siehe den Einleitungstext „Projektidee und -hintergrund“ von Constanze Stoll), ist eine gemeinschaftliche Arbeit entstanden. Eine Vielzahl verschiedener Ansichten, Meinungen und Initiativen sind im Projektverlauf in der Arbeit der Geschichtswerkstatt aufeinander gestoßen. Entsprechend vielfältig zeigt sich unsere vorliegende Dokumentation. Unsere Anstrengungen orientierten sich immer an einem wissenschaftlichen Standpunkt, ließen dabei jedoch hinreichend Raum, den persönlichen Zugang jedes einzelnen Mitglieds zu berücksichtigen. Die Arbeitsweise und ihre Resultate sind daher deutlich von den persönlichen Interessen, Erfahrungen und Begegnungen aller Teilnehmer geprägt. Und so sind es gleichermaßen die direkten Kontakte und Beziehungen und die wissenschaftlich fundierten Reflexionen, die wesentliche Erkenntnisse in der Auseinandersetzung mit den Erinnerungskulturen in Russland und Deutschland ermöglicht haben.

Weiterlesen...