| Meine Gedanken über das Projekt |
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| Geschrieben von: Sofija Romadina |
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Heute war ich in der Vorlesung zum Thema „Großer Vaterländischer Krieg“. Ich ertappte mich bei dem Gedanken, dass ich stets an unser Projekt dachte und mich fragte „was wird weiter sein?“ Wir sollten nicht vergessen, dass die Frage, was Gedächtnis und was Erinnerungen sind, ungeklärt geblieben ist. Aber eben diese Frage ist meiner Meinung nach mit am interessantesten.
Man sollte mit der Geschichtsforschung anfangen und dann eine eigene Konzeption erarbeiten, die wohl Umfragen beinhalten würde, an denen Studenten und Vertreter der älteren Generationen, Fachleute und Durchschnittsbürger teilnehmen sollten, denn wir verstehen: Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen der „wissenschaftlichen“ und der öffentlichen Geschichte. Das Problem des Umgangs mit der modernen Geschichte besteht darin, dass sie nicht von Fachleuten (Historikern), sondern von Publizisten, Mathematikern, Journalisten für die Gesellschaft aufbereitet wird (dies ist die Situation in Russland).
In jener Vorlesung habe ich ganz genau verstanden, dass wir über die Stalingrader Schlacht viel wissen. Das sind eingehende, detaillierte Kenntnisse. Doch über den Zweiten Weltkrieg im Allgemeinen und über die Hitlerarmee wissen wir fast nichts. Diese Lücken kann weder unser Geschichtsunterricht in Schulen, noch der Museumsbesuch füllen. Und was noch schlimmer ist – in dieser Frage bleibt auch Hochschulbildung hilflos. |