Mitglieder

Rebekka

Rebekka Blume ist 29 und kommt aus Göttingen. Ihre Magisterarbeit im Fach Kulturgeschichte Ost- und Ostmitteleuropa an der Universität Bremen thematisierte die Position des lettischen Okkupationsmuseums in den Geschichtsdiskursen in Lettland. Parallel absolviert sie ein Lehramtsstudium in den Fächern Geschichte und Kunst. Sie interessiert sich besonders für Multiperspektivität im Blick auf Geschichte und hier vor allem dafür, wer aufgrund seiner kulturellen und sozialen Prägung was erinnert.

Peter Bukowski ist 37 und kommt aus Schleswig-Holstein. Seine Studienschwerpunkte an der Universität Hamburg waren die Geschichte der DDR und die deutsch-deutschen Beziehungen in der Ära Honecker. In seiner Familie, die zum größten Teil aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten kommt, ist sehr viel über den Krieg und die Nachkriegszeit gesprochen worden, vor allem über Flucht und Vertreibung und die neue Seßhaftwerdung der Familie in Schleswig-Holstein. Sein Interesse gilt insbesondere sich verändernden Erinnerungen.

Peter

Christine


Christine Goelz ist 44 und kommt aus Ludwigsburg. Sie ist promovierte Slawistin und war zuletzt am Bremer Seminar für Ost- und Mitteleuropäische Studien für die Kulturgeschichte Russlands zuständig.

In der eigenen Familie gab es eine dem „Nie wieder!“-Duktus der 68er verpflichtete pazifistische Erziehung der Lichterketten und Gebetskreise. Die Suche in England nach dem Grab ihres gefallen und für seine „Verdienste“ in der Legion Kondor hochdekorierten „Fliegeropas“ wurde für die damals Sechszehnjährige zu einer sehr eindrücklichen persönlichen Erinnerung an den Krieg und seine Spätfolgen, ob der gemischten Gefühle, bei Engländern mit eindeutigem Foto nach einem Nazi zu fragen, den zudem die Großmutter beweinen wollte. Zu Stalingrad direkt gibt es nur Verbindungen aus wissenschaftlichem Interesse. Die Geschichtswerkstatt begleitet sie als Projektpartnerin der Universität Bremen und stellt den Transfer zwischen Universität und dem Projektteam sicher.

Thorsten Hoppe ist 32 und kommt aus Erlangen. Sein Geschichtsstudium an der Universität Hamburg beendete er 2005 mit einer Magisterarbeit über die Nordamerikanische und Westeuropäische Forschung zum „Stalinismus“. Beide Großväter waren als deutsche Soldaten am Krieg beteiligt und gerieten später in Gefangenschaft. Ein Großvater verbrachte mehrere Jahre in einem Lager in Sibirien. Ein Großteil der Verwandtschaft, darunter auch seine Mutter, floh gegen Kriegsende aus der Heimat Ostpreußen nach Westdeutschland, in die spätere Bundesrepublik.

Thorsten

Henning

Henning Horch (M.A., geb. 1973) hat Geschichte und Kulturgeschichte Osteuropas an der Universität Bremen studiert. Schwerpunkte setzt er während seines Studiums in den Themengebieten politische Kultur, Literatur und Kunst Russlands und der Ukraine.

Er arbeitet in den Projekten zum Thema „Erinnerungsort Stalingrad“ der deutsch-russischen Geschichtswerkstatt. Das Team aus Russland und Deutschland nähert sich mit Recherchen, Interview- und Materialauswertungen sowie in Themenbeiträgen dem Erinnerungsdiskurs zur Stalingrader Schlacht an. Ergebnisse des Projekts werden in unterschiedlicher Form präsentiert: als gedruckte Projektdokumentation, auf der Webseite, in einer Ausstellungskonzeption. Die Veröffentlichungen während beider Projektphasen (2007/08 und 2009/10) verantwortet Henning inhaltlich und redaktionell mit.

Henning ist Gründungsmitglied des Ost-West Trikster e.V. Im Verein übernimmt er Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und ist für die Homepagepflege mitverantwortlich.


Stefan Langkabel ist 23 und kommt aus Pritzwalk (Brandenburg). Er studiert momentan im 6. Semester Integrierte Europastudien an der Universität Bremen. In seiner Familie wurde viel an den Zweiten Weltkrieg erinnert. Beide Großeltern haben Vertreibung und Flucht erlebt und von ihren Erlebnissen erzählt. Einer der Großväter geriet in Rumänien in Kriegsgefangenschaft und verbrachte diese in Kubyshev, dem heutigen Samara. Stefan war vor drei Jahren zum ersten Mal in Wolgograd und hat dort die Arbeit des Volksbundes für deutsche Kriegsgräberfürsorge kennen gelernt und begleitet.

Stefan

Martin

Martin Podolak ist 29 und kommt aus Herning, Dänemark. Mit 17 verbrachte er ein Jahr als Gastschüler in einer russischen Familie bei Moskau und arbeitete später in Moskau am Aufbau eines Freiwilligenprojekts mit. Er lebt und arbeitet inzwischen in Kopenhagen. Sein Interesse sowohl an Russland als auch an Geschichte führte ihn zur Geschichtswerkstatt. Martin ist der Ansprechpartner für Neue Medien. Seine derzeitigen Hauptaufgaben liegen in der Pflege und Wartung der internen Kommunikationsplattform im Internet („Forum“), sowie im Aufbau des Internetauftritts.

Constanze Stoll ist 41 und kommt aus Villingen. Sie hat in Freiburg und Hamburg Slawistik und Geschichte studiert. Über den Deutsch-Russischen Austausch e.V. kam sie 1998 das erste Mal nach Wolgograd. Seither arbeitet sie, inzwischen freiberuflich in der Entwicklungszusammenarbeit mit Osteuropa und konzipiert mit Partnern vornehmlich aus Russland sozial- und kulturpolitische Projekte. Ihr Großvater mütterlicherseits kam 1945 nicht wieder von der Ostfront zurück. Ein Bruder väterlicherseits ist früh im Krieg gestorben. Die Erinnerungskultur im elterlichen Zuhause begreift sie als problematisch, da wenig erzählt aber vieles vergessen wurde und wird. Bis heute, meint sie, ist die deutsche Erinnerungskultur geprägt vom Dilemma der Deutschen, das um das Stigma der von ihnen begangenen Verbrechen kreist. Grenzüberschreitend interessieren sie die Schnittmengen im Umgang der russischen Gesellschaft mit der Vergangenheit und der Bedeutung, die Krieg bis heute für Russland und Deutschland hat. Sie hat das Projekt initiiert und koordiniert es.

Constanze